MARJOLAINE MINOT

Samstag, 7. November 2015 20.15 Uhr

MARJOLAINE MINOT – „Mir stinkt das Glück“
Tragikomisches Soloprogramm

14 Roue du Moulin, eine Sackgasse, ein heruntergekommenes Vorstadthäuschen. Hier wohnt Claudine in einer eigenen kleinen Welt, mitten in ihrem staubigen Chaos. Sie liebt ihre vielen Bücher und spricht mit ihrem Hausrat – etwa den vielen Lampen, die sie vom Sperrmüll rettet und liebevoll zusammen-flickt. Musik macht glücklich. Während sie ihren Lampen Geschichten erzählt, windet sie sich aus ihrem Sessel, wendet sich dem Grammophon zu, zieht es auf und legt eine Platte auf. Die alte, schlurfende Frau vergisst ihre steifen Knochen, tanzt und strahlt. In diesem Moment wirkt Claudia glücklich, obwohl sie selber sagt, dass ihr das Glück stinkt. „Was ist so schlecht daran, traurig zu sein?“ Sie sinniert laut über die Geschichte von der Katze, die einen Vogel frisst und schlussfolgert: „Für den Vogel ist es traurig, gefressen zu werden, für die Katze war es Glück.“ 

Das Stück gibt uns Einblicke in das Leben einer alten überraschenden Frau, die hinter ihrer Barschheit eine Menschlichkeit versteckt, eine feine Freude und ein Glanz, der oft das Alter überstrahlt.„Mir stinkt das Glück“ ist eine Theaterdelikatesse, voller Charme, Ironie und ungewöhnlicher Liebens-würdigkeit. Am Ende der Vorstellung hofft man fast, dass einem das Glück selber so stinken würde. 

Marjolaine Minot, 1978 (!) in Paris geboren, ist Schauspielerin, Regisseurin und Dozentin für Bewegungstheater. An der Schule Samowar in Paris erlernte sie die Kunst der Clownerie. Anschliessend besuchte sie die Scuola Teatro Dimitri und schloss erfolgreich den Master als Bewegungsschauspielerin ab. Seit 2012 ist sie in der ganzen Schweiz und Frankreich mit dem Soloprogramm „Mir stinkt das Glück“ sehr erfolgreich unterwegs. Sie ist eine echte Trouvaille und Bereicherung in der Kleinkunstszene. Keine Angst sie spricht wirklich Deutsch.​

Minot

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